Faire Weihnachten

01. Dezember 2016

Weihnachten steht vor der Tür und die Geschenke stressen? Wir finden: weniger ist mehr! Statt Konsumrausch sollte zu Weihnachten weniger und fair konsumiert werden, oder sogar Selbstgemachtes verschenkt werden. Um darauf aufmerksam zu machen, haben wir wie in den letzten Jahren eine Weihnachts-Postkarte rausgebracht. Es gibt eine allgemeine Version, die  nur die Botschaft enthält, und eine Münster-spezifische Version, die Vorschläge macht, wo in Münster z.B. faire Schokolade oder Kleidung gekauft werden kann. Die Postkarten sind überall in Münster in Geschäften Cafés und Kneipen zu finden.

 

Sommercamp 2016

12. September 2016

Nach einer Vereins-Sommerpause haben wir uns am Wochenende zum Sommercamp in Münster getroffen. Dieser jährliche Termin lässt uns Zeit, ins Gespräch zu kommen, große und kleine Themen zu diskutieren, inhaltlich zu arbeiten, unsere Arbeit zu reflektieren und eine Jahresplanung aufzustellen. Als Fazit können wir schon so viel verraten: wir haben viele gute Ideen und noch mehr Elan, uns in die Arbeit zu stürzen. Wir freuen uns, dass es wieder los geht!

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Gehört Kapitalismus an den Herd?

15. Juli 2016

Was haben Feminist*innen am Kapitalismus zu bemängeln? Diese – zuerst ungewöhnlich anmutende – Frage haben uns gestern Charly und Anja vom trouble every day collective beantwortet. Tatsächlich ist Feministische Ökonomie eine bekannte Strömung der alternativen Ökonomie: Sie kritisiert die Teilung von Arbeit in einen öffentlichen, entlohnten Bereich und in einen privaten, nicht entlohnten Bereich, der vor allem von Frauen übernommen wird. Diese Arbeiten umfassen vor allem Haushalts- und Pflegetätigkeiten. Auch heute bleiben diese Tätigkeiten nicht oder schlecht bezahlt. Feministische Ökonomie macht darauf aufmerksam und befasst sich mit der Frage, ob auch diese Bereiche in Zukunft kapitalistisch organisiert werden sollen oder ob es für Gleichberechtigung auch ein ganz anderes Wirtschaftsmodell braucht?  Unsere Referentinnen gaben uns eine Einführung in die Problematik, die aktuelle Diskussion und hatten viele Beispiele für Kämpfe in diesen Bereichen. Für uns war dieser spannende Abend mit rund 65 Gästen und einer langen informellen Diskussion ein gelungener Abschluss unserer Vortragsreihe „Was wäre wenn? Ökonomie – Kritik – Alternativen“. Jetzt freuen wir uns auf eine kreative Sommerpause, um im Herbst mit vielen neuen Ideen (und vielleicht einer neuen Vortragsreihe) wiederzukommen.

People before Profits

10. Juni 2016

Was wäre, wenn alles besser wäre? Diese Frage wurde uns schon zum dritten Mal beantwortet - dieses Mal von Elisabeth Voß, die rund 100 Gästen das solidarische Wirtschaftsmodell vorstellte. Ihre Forderung: "People before profits", Güter sollen nicht für den Markt produziert werden, sondern von Menschen gemeinsam nach ihren Bedürfnissen hergestellt. Grundlage dafür sind selbstgegebene Regeln und die Beziehungen untereinander. Von der Politik fordert sie, politischer zu sein und Ziele anzustreben, statt sich in allem dem Markt unterzuordnen. Außerdem stellte sie viele bereits funktionierende solidarische Projekte vor. Besonders spannend fanden wir die Diskussion, die in informellem Rahmen noch lange ging. Unser Zwischenfazit nach drei Vorträgen der Reihe „Was wäre wenn?“: wenn es ums Wirtschaften geht, könnte vieles besser laufen. Aber tatsächlich gibt es schon eine lange Liste an Projekten, die zeigen, dass Veränderungen möglich sind. Wir sind supermotivert, anzupacken und haben dank unserer Referentinnen und Referenten lauter gute Ideen, wo und wie. So haben wir uns das vorgestellt!

Weiter geht es am 14. Juli um 19 Uhr im SpecOps mit dem trouble everyday collective aus Berlin und Feministischer Ökonomie. Wir freuen uns!

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Vom Kapitalismus zum Common-ismus?

13. Mai 2016

Zugegeben, ein bisschen nervös waren wir schon, ob auch die zweite Runde unserer Vortragsreihe erfolgreich wird. Pünktlich um 19 Uhr fanden sich dann aber tatsächlich knapp 70 Gäste ein, um von Christian Siefkes über Commons zu lernen. Seine These: die ständige Konkurrenz im Kapitalismus ist destruktiv. Stattdessen plädiert er für eine hierarchiefreie Zusammenarbeit in der Produktion und in der Nutzung von Dingen. Mit Wikipedia, Mietshäuser Syndikat, solidarischer Landwirtschaft und vielen anderen fand er überzeugende Positivbeispiele für bereits funktionierende Commons. Zwei Dinge fanden wir darüber hinaus besonders schön: vor dem Vortrag durften wir Menschen von der B-Side Münster bei uns begrüßen, die uns von ihrem solidarischen Projekt am Hafen berichteten – also Commons live in Münster! Und uns hat die spannende Diskussion, die noch weit in den informellen Teil des Abends weiter lief, gut gefallen. Wir sind zufrieden!